Ideen zu Ende denken mit der Disney Strategie

Ideen zu Ende denken mit der Disney Strategie

Ideen entstehen millionenfach jeden Tag, aber konkret umgesetzt werden leider nur wenige. Wenn auch du viele Ideen nicht umgesetzt bekommst, weil du sie sehr früh wieder ad acta legst, dann wirf einen Blick auf die Disney Strategie. Sie setzt da an, wo vieles nicht weiter kommt: beim inneren Kritiker.

#lebensdurstigeIdeenhelden

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Ideenhelden-Blogparade #lebensdurstigeideenhelden von Diana Grabowski (www.ideenhelden.com) und Yasemin Akdemir (www.lebensdurstig.de), die sich einen Monat lang den Themen Vielbegabung, Vielseitigkeit und Scannerpersönlichkeit widmet. Jeden Tag werden dazu spannende Blogartikel, Videos und Podcasts veröffentlicht.
Gestern gab es zum Beispiel einen Beitrag zum Thema „Verstehen und verstanden werden als Vielbegabter” von Anja Rauch. Morgen geht es weiter mit einem Beitrag zum Thema „SELBSTvertrauen – Durch mehr Selbstvertrauen zu deiner Sichtbarkeit” von Markus Grau.“

Hast du auch ein inneres Minusbrötchen?

Vielleicht kennst du das auch, dass du einen neuen Gedanken hast und fast zeitgleich eine innere Stimme sagt, “Quatsch, das wird nichts”? Die meisten Menschen haben diese innere Kritikstimme, die sich immer dann meldet, wenn eine Idee geboren wird. So werden viele Projekte mit Potenzial bereits im Keim erstickt, weil wir sie nicht einmal aussprechen und mit anderen im Austausch herausfinden, ob und wie daraus etwas werden kann.

Walt Disney hat sich als Erfinder von Micky Maus und Co vom kleinen Zeichner zum sehr erfolgreichen Unternehmer entwickelt. Immer wieder wurden seine Ideen für verrückt erklärt und das hat ihn nicht davon abgehalten, sie umzusetzen. Er ist der Namensgeber und Vordenker der Disney Strategie.

Schau dir schon mal die Geschichte von Esther an und lerne die 3 Rollen oder inneren Teammitglieder kennen, die dir helfen, deine Idee zu Ende zu denken.

Die drei Rollen der Disney Strategie

Die Disney Strategie basiert auf dem Teile-Modell, also der Annahme, dass wir alle verschiedene innere Persönlichkeitsanteile haben, die uns ausmachen. Wenn alle zusammenarbeiten ergibt sich ein inneres Team, das auf unterschiedliche Weise für uns sorgt. Vielleicht gibt es da einen Mutmacherteil, einen Risikobewerter, einen Pragmatiker und viele andere mehr…

Für die Disney Strategie beschränken wir uns auf drei Anteile, die bei dir persönlich ganz anders heißen können: Träumerin, KritikerIn und RealistIn.

Wie du die Disney Strategie umsetzt

Walt Disney soll sogar für jede dieser Rollen einen anderen Raum aufgesucht haben.Wenn dir keine verschiedenen Räume zur Verfügung stehen, nimm für jede Rolle eine andere Körperhaltung ein. Überlege dir, welche Körperhaltung passt zur TräumerIn, zur KritikerIn und RealistIn. Ich kann leicht Ideen weiter spinnen, wenn ich spazieren gehe. Andere werden unter der Dusche oder im Lieblingssessel beflügelt. Sobald du also deine ideale Träumerposition gefunden hast, beginne mit dieser Rolle.

  1. TräumerIn

Das ist der Persönlichkeitsanteil von dir, der Ideen hervorbringt und in der Lage ist große, wunderschöne Luftschlösser zu bauen. Die TräumerIn ist kreativ und vielseitig, möglicherweise fehlt es ihr ein wenig an Realitätsbezug. Dafür wird sie meist von der KritikerIn gerügt.


Kontakt zur TräumerIn aufnehmen

Bei vielen Menschen sind innere Anteile wie unterschiedliche Personen auch mit unterschiedlichem Aussehen und einer anderen Stimmlage verbunden, wenn sie in ihrem Inneren nachhören. Achte darauf, wie deine innere TräumerIn mit dir spricht und welche Aspekte sie für deine Idee auf Lager hat. Einwände und Verbesserungsvorschläge gehören an eine spätere Stelle. Vertröste diesen Anteil, der sich jetzt vielleicht meldet. Schreibe dir deine Gedanken auf, vielleicht in Form eines Visionboards oder einer mindmap. An dieser Stelle geht es nur um Brainstorming nach dem Motto: die Gedanken sind frei! Sobald du alle Aspekte notiert hast, bedanke dich bei deiner TräumerIn.

KritikerIn

Auch wenn die wenigsten Menschen diese Rolle mögen, so ist sie doch ein ebenso wichtiges Teammitglied wie die TräumerIn oder RealistIn. Sie zeigt dir auf, was ungünstig ist und wo es bei deiner Idee fehlt. Gelingt es dir, die KritikerIn als wertschätzende Beraterin ins Boot zu holen, statt als ständigen Nörgler, kann sie dein Projekt immens nach vorne bringen. 

  1. Sei nett zur KritikerIn!
  2. Wende dich deinem kritischen Teil zu. Überlege welche Position gehört zur KritikerIn. Hat sie eine statische Körperhaltung oder ist sie in Bewegung. Wie sieht sie aus? Je klarer diese Rolle für dich wird, desto leichter wird es für dich, sie anzunehmen. Wie gesagt, die meisten Menschen stehen mit diesem Anteil auf Kriegsfuß und nehmen ihn als destruktiv wahr. Das ist unnötig, wenn er seinen Platz in deinem Team bekommt als gefragter Ratgeber und konstruktiver Troubleshooter. Sei offen für die Einwände. Sei dir sicher, sie sind gut gemeint und wertvoll für die Entwicklung deiner Idee. Notiere dir alle Probleme und Fallstricke und bedanke dich.

RealistIn

Die Realistin ist vor allem eine Moderatorin, die den großen Unterschied zwischen einer Idee der TräumerIn und dem Einwand der Kritikerin herstellt. Sie nimmt beides zusammen und versucht einen Kompromiss oder eine Lösung zu entwickeln, die beide Teile zufrieden stellt.

 

RealistIn = MöglichmacherIn

Die RealistIn macht Ideen umsetzbar. Frag dich, welche Körperhaltung passt zu deiner RealistIn und wie spricht sie mit dir? Meine RealistIn sitzt zum Beispiel am Schreibtisch und ihre Stimme klingt klar. Die Aufgabe dieser Rolle ist, Lösungen zu finden und Einwände auszuräumen. Findet die KritikerIn etwas zu teuer, könnte die RealistIn eine abgespeckte, kleinere und günstigere Lösung finden, als die TräumerIn sich ursprünglich vorgestellt hat…Die RealistIn macht Dinge möglich, die mit alleiniger Unterstützung der KritikerIn vielleicht einfach verworfen worden wären.

So, du kennst jetzt die 3 Rollen, die es bei der Disney Strategie gibt. Der Erfolg dieser Strategie beruht darauf, jede dieser Rollen wirklich “sauber” zu halten und nicht zu mischen. In der Rolle der TräumerIn wird also nur “geträumt”, nicht kritisiert und nicht konkret geplant.

 

Ideen zu Ende denken

Zum Schluss: Fehlt noch etwas?

Wenn alles gut gelaufen ist, hast du eine Idee, deren Schwachpunkte du kennst. Vielleicht hast bereits Lösungen dafür gefunden.

Manchmal sind die Ideen des Träumers und die Kritikpunkte zu weit auseinander. Dann drehst du einfach noch eine Runde und lässt die TräumerIn nochmal weiter denken, dann die KritikerIn und am Ende die RealistIn, bis das Ganze eine runde Sache ist. Kümmere dich um ALLE Einwände, damit du wirklich voran kommst.

Aus der Praxis

Als aktuelles Beispiel: Aus einer Schnapsidee ist ein Buch entstanden. Zusammen mit meiner Tochter habe ich mich wochenlang mit Mustern und Mandalas beschäftigt, bis sie mich gefragt hat, ob wir nicht ein Buch drucken können.

Mandalas, Muster und mehr

so sieht sie aus, meine „Schokolade fürs Gehirn“

Meine Träumerin war auch der Meinung, dass ich mittlerweile genug Muster gekritzelt habe, um sie als Malbuch zu veröffentlichen. Meine Kritikerin vertrat die Ansicht, dass es bereits so viele Malbücher auf dem Markt gibt, dass es wirklich kein weiteres braucht. Ich wusste, das Motiv meiner Kritikerin ist ein wohlgemeinter Schutzmechanismus: steck’ keine Energie und kein Geld in Dinge, die wenig Aussicht haben …

Ohne die Disney Strategie wäre hier die Idee begraben worden…

Die Realistin in mir fragt also die Träumerin, was denn ein Malbuch braucht, um besonders zu sein? Da hat meine Träumerin eine Idee: Es muss mehr bieten als ein normales Ausmalbuch und ein origineller Name ist auch gut…Voilà, mein Malbuch ist geboren…Das bisherige Feedback ist super, ich werde es nochmal durchgehen und letzte Fehler bereinigen. Das Ergebnis verdanke ich meinem inneren Team!5 Tipps für deine Kreativität

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3 Kommentare

  1. Ein super Artikel! Und auch die Zeichnungen sind wunderschön. Ich mache die Disney-Methode auch mit meinen Klientinnen im Traumleben-Coaching und kann bestätigen, dass sich damit Ideen super in die Umsetzung bringen lassen. Liebe Grüße, Kerstin

  2. Hallo Sandra,
    Ich habe die Disney-Strategie anders gelernt, finde aber die Idee, die Persönlichkeiten mal in anderer Reihenfolge tanzen, also wirken 😉 zu lassen, durchaus auch interessant. Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße,
    Petra

  3. Pingback: Resümee: Die Parade lebensdurstiger Ideenhelden - DIANA GRABOWSKI

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